Helena Katsiavara

helena_katiavara 2015Helena Katsiavara ist 1966 als Kind griechischer Gastarbeiter in Hessen geboren, lebte vom zehnten bis achtzehnten Lebensjahr in Griechenland und machte dort ihr Abitur. Danach arbeitete sie in Bremen im familieneigenen Restaurant dessen Leitung sie übernahm. Außerdem erwarb sie dort das Sprachdiplom für Deutsch.

Sie begann im jugendlichen Alter Gedichte zu schreiben und beteiligte sich an Literaturzirkeln. Ebenso begann sie früh autodidaktisch ihren Werdegang als Maler- und Keramikerin. Mehrere Jahre nahm sie Privatunterricht. Unter anderem bei Professoren der Kunsthochschule Bremen, der Keramikerin Carola Süß und später beim Künstler und Restaurator Barlo. Ihre Arbeiten stellte sie in den zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Griechenland aus. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei ins erwachsenen Alter kommenden Kindern.

Nach verschiedenen Stationen, unter anderem in Thessaloniki, lebt Helena Katsiavara heute in Köln. Sie arbeitet als Sprachlehrerin, Kunst Therapeutin ebenso als Kulturjournalistin für das online Magazin Lebe -Art und Köln – InSight. T.V., wo sie für eine Kolumne über alltägliche Begebenheiten und deren möglichen Auswirkungen auf das Leben schreibt. Sie singt außerdem als Sopranistin in einem Kölner Chor für Alte Musik (Barock).

Mit ihren künstlerischen Arbeiten ist sie unter anderem in „Art-Club“ Köln vertreten. Und nimmt an Gruppenausstellungen, so im Fort Paul-Atelier Köln teil.

Seit zwei Jahren ist sie 2. Vorsitzende der Initiativgruppe Griechische Kultur in Köln (ΠΟΠ). Hier versucht sie ihre vielfältigen Lebens- und künstlerischen Erfahrungen einzubringen, in dem sie sich besonders für den deutsch-griechischen Jugendaustausch engagiert und künstlerische Workshops mit Jugendlichen in Griechenland zum Thema Inklusion (die Maske 2015), aber auch zum Thema Erinnerungsarbeit und deutsche Besatzungszeit „Friedenspfad der Jugend“ (Footprints of Peace 2016) mit organisiert.

Sie betrachtet bildende Kunst, Sprache und Literatur als verschiedene Möglichkeiten sich selbst immer wieder nachzuspüren. Sowohl sich in ihrem Inneren zu erkennen, als auch in einen Dialog mit dem Anderen, zu treten.

Literarisch setzt sie sich zum Teil mit ihrer Lebenssituation als Tochter griechischer Einwanderer (Kofferkind) auseinander, so ihre als Kind empfundene Außenseitersituation als Tochter von Gastarbeitern, die im Widerspruch zu dem gleichzeitigen Gefühl des Dazugehörens stand. Zunehmend setzt sie sich auch mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die sie bis in die Zeit der deutschen Besatzung und des griechischen Bürgerkrieges des vergangenen Jahrhunderts führt.

Helena Katsiavara war im Dezember 2015 Gast des Deutsch-Griechischen Literatursalons im ZAKK in Düsseldorf und hat im Frühjahr 2016 gemeinsam mit Peter Pachel im Hinterhofsalon in Köln eine Lesung veranstaltet.

Links:
Art-Club Köln: http://www.artclub-galerie.de
Köln – InSight. T.V.: http://www.koeln-insight.tv
ΠΟΠ: http://www.pop-griechische-kultur.de