Essen, Trinken und andere Lustbarkeiten im griechischen Mittelalter

Sonntag, den 25. September, 11:00 Uhr, Kneipe, Einlass: 10:30 Uhr
Lesung, Frühstück, Musik & Diskussion

hans_eidenereier_01_rgbEine deutsch-griechische Matinee.
Zu Gast: Prof. Hans Eideneier

Essen, Trinken und andere Lustbarkeiten im griechischen Mittelalter

Essen und Trinken ist im griechischen Kulturraum immer auch ein gesellschaftliches Kommunikationserlebnis. Es ist wenig sinnvoll, sich allein den Magen vollzuschlagen und etwas zu trinken, wenn ich dabei nicht mit meinen Tischgenossen anstoßen kann. Diese Sitten sind alt und haben sich über das griechische Mittelalter hinweg (fast) bis heute erhalten.

Was einige markante mittelalterliche Quellen dazu zu sagen haben, soll in einem eher lockeren Vortrag etwas ausführlicher zur Sprache kommen. So erfahren wir in erstaunlicher Sachkenntnis von den Fressorgien in einem konstantinopolitanischen Kloster, von dem Trunkenbold oder von der Nahrungsbeschaffung im Alltag eines Bürgers der Hauptstadt im Mittelalter.

Hans Eideneier studierte Klassische Philologie, Byzantinistik, Neugriechische Philologie, Geschichte, Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft an den Universitäten Tübingen, Hamburg, Thessaloniki und München. Bis 1994 war er zunächst Lektor für Neugriechische Sprache und Literatur und ab 1974 Professor für Mittel- und Neugriechische Philologie an der Universität zu Köln und bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002 Professor für Byzantinistik und Neugriechische Philologie an der Universität Hamburg. Er war mehrfach Gastprofessor an den Universitäten Thessaloniki, Kreta (Rethymno) und Zypern. Seine zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigen sich vorwiegend mit der byzantinischen und frühbyzantinischen volkssprachlichen Literatur des 12. – 17. Jahrhunderts: Ausgaben des SPANOS (griechische Ausgabe 1990), KRASOPATERAS, PTOCHOPRODROMOS (griechischen Ausgabe 2005). 1999 erschien seine Monographie „Von Rhapsodie zu Rap“.

Darüber hinaus engagierte er sich stark im gesamten Spektrum der deutsch-griechischen Kulturpolitik, als Gründer und seit 20 Jahren auch Vorsitzender der „Initiativgruppe Griechische Kultur in der BRD“, als Übersetzer neugriechischer Literatur ins Deutsche und nicht zuletzt als Mitbegründer des Verlags für zeitgenössische griechische Literatur in deutscher Sprache ROMIOSINI seiner Frau Niki E. geb. Anastasiadou.

2005 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Aristoteles Universität Thessaloniki. Er ist Träger des staatlichen griechischen Verdienstordens der Ehre.

Veranstalter:
Gesellschaft Griechischer AutorInnen in Deutschland e.V. & zakk

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